| Eiche |
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Botanische
Namen: Quercus robur (Stieleiche), Quercus petraea (Traubeneiche)
Vorkommen:
Bei den einheimischen Eichen sind mit der Stieleiche und Traubeneiche zwei
verschiedene botanische Arten zu unterscheiden. Da sie aber als Bäume von
großer Ähnlichkeit sind und ihr Holz weitgehend gleiche Eigenschaften
aufweist, wird allgemein von Eichen gesprochen. Mit einem Anteil von circa 8 % an
der Gesamtwaldfläche ist die Eiche nach der Buche die zweitwichtigste
einheimische Laubholzart. Zugleich zählt sie zu den wertvollsten Holzarten.
Beide Eichenarten sind über weite Teile Europas bis zum Kaukasus und nach
Kleinasien verbreitet.
Baumbeschreibung:
Traubeneiche und Stieleiche lassen sich leicht anhand ihrer
Blätter und Früchte unterscheiden. Als große, stattliche Bäume werden die
Eichen zwischen 20 und 40 m hoch. Eichen sind äußerst langlebig. Ein Alter von
500 bis 800 Jahren ist für diese Baumart nicht ungewöhnlich, und einzelne
Bäume erreichen ein Alter von über 1000 Jahren.
Holzbeschreibung:
Der zumeist schmale Splint ist gelblich-weiß bis hellgrau gefärbt. Das
Kernholz weist eine hellgelbe Farbe auf und dunkelt unter Lichteinfluss bis
gelbbraun nach.
Eigenschaften:
Beide Eichen erzeugen ein hartes und schweres Holz mit einer mittleren Rohdichte
von 0,69 g/cm3 auf 12-15 % Holzfeuchte. Aufgrund der hohen Rohdichte zeichnet
sich Eichenholz durch ausgezeichnete Festigkeitseigenschaften und einen hohen
Abnutzungswiderstand aus. Zudem ist es von hoher Elastizität und das Kernholz
hat eine große natürliche Dauerhaftigkeit.
Verwendung:
Es ist äußerst vielseitig verwendbar und erfüllt höchste Anforderungen
bezüglich Schönheit, Festigkeit, Härte und Dauerhaftigkeit. Eiche besitzt
hervorragende Eignung als Bautischlerholz für Innenausbauten, Türen, Fenster
und Parkettböden. Eine wichtige Rolle spielten über viele Jahrhunderte
Fundamente aus Eichenholzpfählen. Nicht nur zahlreiche historische Bauwerke,
sondern Städte wie Venedig und Amsterdam stehen zu großen Teilen auf
Pfahlrosten aus Eiche.